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Donnerstag, 14. Mai 2015

Zweites Semester, ANSAC und Camping

Hier bin ich wieder mal, um über den Anfang des zweiten Semesters zu schreiben :)
Die erste Woche nach den echt coolen Ferien war noch entspannend und mit viel Organisation verbunden. Ich habe ein paar Fächer geändert. Es wird jetzt schon langsam Winter hier. Es wird ein bisschen kühler in der Nacht, was ich sehr angenehm finde und an Tag wird es auf ein bisschen kühler. In der ersten Schulwoche hatten wir so 21 Grad am Tag. Und viele haben der gefroren und der Großteil der Schüler hatte Pullover an. Australien - das Land indem man bei 21 Grad friert. Am Freitag gab es eine Zeremonie der gesamten Schule bezogen auf den "ANSAC Day" in Australien. Der ANSAC Day ist eigentlich am 25. April. Der Samstag. Das ist ein australischer Feiertag welcher jedes Jahr zu Ehren der gefallenen und noch lebenden Kriegsveteranen, die im ersten Weltkrieg im türkischen Gallipoli für Australien und Neuseeland gekämpft haben und schwere Verluste verzeichneten, veranstaltet wird. 2015 ist ein besondere Jahr, denn heuer ist dieses Ereignis genau 100 Jahre her. Am Freitag also hat sich die gesamte Schule mit ca. 2000 Schülern versammelt und wir mussten alle sehr leise sein und gerade sitzend, den Rednern und Gäste zuhören. Es gab auch eine Musik Kapelle in der die Bläser einen sehr in die Zeit hineinversetzen lies. Die Schüler, die freiwillig Militärdienst leisten hatten ihre Uniform an. Also dieser ANSAC Day ist ein sehr großer und wichtiger Tag für alle Australier. Viele andere Geschichtliche Ereignisse haben sie ja auch nicht so wirklich ;)
Am ersten Wochenende nach den Ferien bin ich mit Chloe und ihrer Familie campen gegangen. Die haben einen Campingwagen, mit dem wir am Freitag nach der Schule erstmal 1.5 Stunden in den Bush gefahren sind. Angekommen an einem Platz in der Nähe von einem Bach haben wir unser Lager aufgeschlagen. Es war sehr schön, umgeben von Bäumen und Natur. Das frische Wasser, was überraschend kalt war, plätscherte. Es war alles sehr ruhig und entspannt. Wir haben erstmal die Gegend erkundet und haben uns dann mal ans Abendessen gemacht. Am Abend haben wir ein bisschen Spiele gespielt und in Campingstühlen die Sterne beobachtet, die man echt wunderschön beobachten kann. Das erinnerte mich sehr an meinen Outback Trip. Wir sind spät in unser Zelt gegangen und hätten eine sehr schöne und gemütliche Nacht, begleitet von vielen leisen Geräuschen von draußen. Am Morgen hatten wir ein schönes Frühstück. Danach bin ich mir Chloe und dem Hund in den nächsten Ort gegangen. Durch einen Waldpfad. Dort angekommen war viel los, da am Samstag der eigentliche ANSAC Day war. Wir sahen uns ein bisschen um und aßen Pie und tranken Kaffee und Tee. Wir haben viel beobachtet bevor wir uns wieder auf den Weg zu unserem Platz machten. Wir waren so 4 Stunden unterwegs. Am Campingwagen angekommen trafen wir auf die entspannten Eltern. Wir haben großteils einfach nur rum gechillt. Wir waren auch im frischen Bach wo es Aale und Schildkröten gab und sind wo Steinen hinein gesprungen. Am Abend haben wir viel Holz für ein Feuer gesammelt. Unter der mächtigen Milchstraße haben wir gemütlich Marschmellows und Stockbrot gegrillt. Das fand ich sehr schön, vor Allem weil mir genau diese Atmosphäre von den früheren Ausflügen in die Berge sehr bekannt vor kommt. Das Schlafen wurde wieder spät nach hinten verschoben. Doch als die ersten früh morgens aufgewacht sind, wurde ich auch aufgeweckt und das erste was ich machte nachdem ich aus dem Bett gekrochen bin, war mit dem Freund von Chloes Bruder zum Bach gehen und erstmal ein kaltes Morgen-Bad zu gehen. Nach diesem 'Schwumm' durch die angenehme Kälte aßen wir in Pullovern in den Campingstühlen zu Morgen.
Danach ging es wieder zurück an die Küste. Es war ein sehr schönes Wochenende. 
Das ist die beste Zeit meines Lebens

Wir hören uns,

Hooroo,
Euer Lukas


Sonntag, 3. Mai 2015

Outback



Am 2. April, den Donnerstag war das „Semiformel“ meiner Schule. Ich kam spät nach Hause und konnte dann nur 3 Stunden schlafen, da ich am nächsten Tag früh zu meinem Outback Trip los musste.  Am nächsten Tag, den Freitag, hat mein Gastvater Jan und mich zum Bahnhof gebracht und von dort aus sind wir dann zum Flughafen gefahren.  Da der Flughafen in Brisbane in zwei Teile geteilt ist, mussten wir natürlich am falschen Teil aussteigen. Wir befanden uns am International Airport. Nach einem kurzen Bick auf unsere Abflugpapiere hatten wir gedacht, dass unser Flieger erst um 4 Uhr abfliegt. Somit hätten wir noch 3 Stunden Zeit. Also haben wir uns sehr viel Zeit gelassen und haben ruhig und entspannt den richtigen Check in Schalter gesucht. Auf dem großen International Terminal waren wir ziemlich planlos und hilflos. Gott sei Dank haben wir aber dort ganz zufällig unsere International-Coordinator aus der Schule getroffen, die gerade ihre Tochter verabschiedet hat, die ein Schüleraustausch in Europa macht. Wir waren sehr überrascht uns zu sehen und sie hat uns dann noch darauf hingewiesen, dass wir noch eine Station mit dem Zug fahren sollten um ans richtige Abflug Terminal zu gelangen. So haben wir uns wieder, nachdem wir uns gegenseitig gute Ferien gewünscht haben, ganz entspannt in den Zug gesetzt und diesmal richtig Ausgestiegen. Wir haben eingecheckt und dann viele Geschäfte angeschaut. Schließlich sind wir dann noch zu Burger King essen gegangen. Als wir fertig waren klapperten wir noch dutzende Zeitschriftläden ab. Plötzlich zuckten wir zusammen, als wir in den Flughafen-Lautsprecher wiederholen unsere Namen hörten. Es hieß, wir seien die letzten Passagiere und wir sollen schnellst möglich zum Flieger kommen. So gingen wir ziemlich schnell dahin, wo wir eigentlich dachten, dass wir 3 Stunden später da sein sollten. Das war dann wohl die Ankunftszeit an die wir uns geklammert haben. 
Uns wurde gesagt, dass wir sehr zu spät sind, das Flugzeug auf uns wartet und man dabei ist unser Gepäck raus zu suchen. Wir sind schnell ohne Ticketkontrolle durchgeschleust worden und haben uns endlich in unsere Sitze fallen lassen. Nach einem 3 Stunden Flug sind wir sehr gut in Melbourne angekommen. Wir wurden von unserem Bus, der uns die ganze Woche begleiten sollte, abgeholt und zu unserem ersten Campinglager gebracht. Wir haben uns alle erst einmal sortiert, kennengelernt und viel von unseren Leitern zu hören bekommen. Gegen Abend hin wurde es dann doch ziemlich kalt. Zum Abendessen draußsen, hatten wir 8 Grad. Das war schon ein bisschen zu kalt für uns, nach 3 Monaten 30 Grad. Wir hatten natürlich alle nur höchstens Pullover mit. Tja... In Australien kann es auch mal kalt werden. Das sollte noch kälter im Outback werden. In der Nacht gab es einen wunderschönen Vollmond. 
Nach der ersten kühlen Nacht im Zelt haben wir alle (zirka 30 internationale Schüler aus unterschiedlichen Teilen Queenslands) erst mal eine heiße Dusche genommen. Nach gutem Frühstück sind wir mit dem Bus in die Stadt. Dort haben wir viel Zeit für uns bekommen und wir sind auf Erkundungstour in Melbourne gegangen. Das ist eine schöne australische Stadt. Wir haben uns lange auch dem Markt umgeschaut. Nach einer weiteren Nacht im Camp in Melbourne sind wir früh am Morgen aufgestanden um unsere Sachen zu packen, das Camp aufzulösen und uns auf eine 7,5 Stunden Busfahrt gefasst zu machen. Auf dem Weg sind wir an einem Waldbrand vorbei gefahren, und haben das erste Mal freilegende Kängurus gesehen. Zu der Mittagspause kamen wir an der Küste an, wo einfach nichts drumherum ist außer Klippen das Meer und hinter einem das Flachland. Es war ein atemberaubender Blick aufs Meer. Wir befanden uns ca. 100 Meter über dem Wasserspiegel und waren doch direkt an der Grenze zwischen Land und Wasser.  Es sah sehr danach aus, als wäre die gesamte Südküste von Australien abgebrochen. Und an dieser "Abbruchstelle" befänden wir uns und haben tolle Fotos gemacht und die Aussicht mit einem Mittagssnack genossen. Nach diesem Stopp führen wir weiter. Die Busfahrt kam uns allen ziemlich lange vor und wir müssen uns einiges einfallen, um uns zu beschäftigen. Wir führen immer weiter ins australische Hinterland. Die Sonne ging unter und der klare Mond ging auf. Wir kamen bei unserer Unterkunft für eine Nacht an - ein Gefängnis. Ja wir waren mitten im Flachland in einem Gefängnis wo rundherum nichts ist. Das war ganz cool. Es war ein altes Gefängnis wo es keine Insassen mehr gibt. Nur noch der alte Gefängnis Eigentümer und seine Frau führten uns langsam herum. Es war ein bisschen unheimlich. Wir schliefen dort wo vor vielen Jahren Menschen getötet und gestorben sind. Wir schliefen in den Zellen wo damals die Verbrecher geschlafen haben. Am Abend war es nochmal intensiver. Die Gänge waren dunkel und man hörte leise Geräusche. Am späteren Abend bin ich auf den Wachturm des Gefängnis gegangen. Von dort aus hat man im Mondschein das ganze Gelände im Blick gehabt und konnte die vielen Sterne, die durch kein bisschen Licht im Umfeld gestört wurden, beobachten. Nach der recht guten Nacht haben wir uns direkt nach dem Frühstück wieder in den Bus gesetzt und sind weiter gefahren. Das Ziel - ins Herzen Australiens. 
Nach ungefähren drei Stunden auf der Straße, umgeben von niedrigen Sträucher und ein bisschen Gras zwischen dem immer mehr werdenden roten Sand, tauchte Rauch im hinteren Teil des Buses auf und es stank übel. Der Bus blieb stehen und wir mussten alle schnell raus. So stand er da, ein Bus mit vermutetem Motorschaden, umgeben von der Gruppe aus Reisenden in Mitten vom Outback. Die Straße könnte man mit den Augen, in beide Richtungen bis zum Horizont verfolgen, ohne eine Unebenheit wahrzunehmen. Wir lungerten also unter einem kleinen Baum und schauten in die Ferne oder dem Busfahrer zu, wie er versuchte das Problem zu beheben.
Ich weis nicht genau wie lange es dauerte aber nach einer Stunde vielleicht, dürften wir wieder einsteigen und es ging reibungslos weiter. Pause machten wir an einer Starion der Australischen Air Force. Da könnten wir tanken und was kleines essen. Gegen Abend diesen Tages kamen wir rechtzeitig zum Wunderschönen Sonnenuntergang in Cooper Pedy an. Das ist eine Stadt, die aus Diamanten Schürfer erstanden ist, die hier in die "Wüste" gezogen sind um sich Reich zu machen. Wir wurden darauf hingewiesen, dass wir am Abend den Kontakt mit den Einheimischen eher vermeiden sollten uns auf die Aborigines aufpassen sollten, da manche durch ihre Geschichte heute viel trinken und aggressiv sein können.
Das besondere an dieser Stadt war, das die meisten Häuser sich unter der Erde befinden. Wegen der Hitze haben die 'Miner' angefangen sich Wohnungen in den Stein und in den Biden zu bohren. Einzelne von diesen könnten wir auch begutachten. Die Stadt war umgeben von Bohrlöcher und den danebenliegenden Sandhaufen.
Das Abendessen haben wir in der Pizzeria bekommen und die eher kalte Nacht haben wir in so eine Art "Herberge im Felsen" verbracht. Am nächsten Morgen hatten wir ein gutes Frühstück im Sonnenaufgang in der Wüste umgeben vom roten Sand Australiens. Wir sind gegen Mittag wieder los gefahren. Weiter zu "Kings Canyon". Das sind spektakuläre Klippen im Outback. Dort mussten wir das erste Mal wirklich Respekt gegenüber den Ureinwohner zeigen. Das war ganz beeindruckend. Wir durften den Pfad nicht verlassen und keine Spuren hinterlassen. Wir haben viele coole Fotos gemacht während wir im Canyon den vorgegebenen Pfad folgten. Die Sonne stand hoch im Himmel und hat auf der Haut gebrannt. Nach zirka 2-3 Stunden haben wir uns wieder in den Bus gesetzt und die Landschaft rund um uns herum war unbeschreiblich flach, trocken und scheinbar unendlich weit. An der Grenze zum Bundesstaat 'Northern Territory' haben wir eine kurze Pause zum Beine vertreten gemacht. Es waren so extrem viele Fliegen alleine auf diesem kleinen Rastplatz neben dem einsamen Grenzschild. Man könnte gar nicht richtig etwas essen ohne das man permanent die Fliegen weg wedeln musste. Nach der Weiterreise, sind wir endlich am Uluru angekommen. Wir sahen ihn schon von weiter Entfernung. Ungefähr 2 Kilometer von dem 'Rock' entfernt haben wir unsere Zelte auf einem Campingplatz aufgeschlagen. Am Abend zum Sonnenuntergang sind wir näher an den Uluru gefahren um schöne und sehr viel Fotos mit dem heiligen Berg der  Aborigines im Hintergrund zu machen. Während die Sonne langsam untergegangen ist, färbte sich der Uluru rot und leuchtend. Ein magischer Anblick. Dieser Felsen ist größer als ich erwartet habe. Als die Sonne untergegangen war, sind wir wieder zu unserem Camp gefahren und haben dort zu Abend gegessen. Am Abend war wieder ein unglaublicher Sternenhimmel zu beobachten. Die ganze Milchstraße zog sich quer durch den Himmel. Am nächsten Morgen wurden wir um 5 Uhr geweckt, um zu Frühstücken und so früh wie möglich zum Uluru gehen. Vor der Abfahrt gab es noch einen Check für die Mädchen bezüglich Hosenlänge, da wir uns an die Kultur der Aborigines anpassen müssen. Es würde uns freigestellt ob wir auf den von den 'weißen' genannten Ayers Rock hinauf klettern oder nicht. Ich persönlich finde es ziemlich Ignorant gegenüber den Ureinwohnern gegen ihren Willen und gegen ihre Kultur auf den Felsen zu klettern. Die Anangu (so wie sich die Aborigines in der Nähe des Uluru selbst nennen), haben vor dem Kletteraufgang ein Schild aufgestellt, was mich auch davon abgehalten hätte darauf zu klettern, wenn der Aufgang nicht sowieso wegen Wind gesperrt war. Ich habe dieses Schild fotografiert. Aber statt hinauf gegangen haben wir den ganzen Felsen umlaufen. 11 Kilometer lang. Wir haben den Uluru berührt, ein paar Zeichnungen an den Wänden bestaunt und die gewaltigen Formen die der Felsen besaß bestaunt. Manche Teile waren echt wie eine riesige Welle. Und völlig rund. An den "kulturell sensiblen Bereichen" durften wir keine Fotos machen oder mussten ganz leise sein oder beides. Das war beeindruckend wie gut das bei uns 30 Schüler. Geklappt hat. Bei einem Wasserloch direkt am Fuße des Felsen war so ein sensibler Teil und die Stille dort war fast magisch direkt neben dem Uluru. Wir hatten alle sehr viel Respekt vor der Kultur der Anangu. Doch an den meisten Stellen durften wir fotografieren. Da habe wir natürlich alles gegeben um coole Fotos zu schießen. es war heiß aber sehr eindrucksvoll den zuvor nur auf Bildern gesehene Uluru jetzt wirklich anzufassen. 
Dort wo ich stand, war mir das Weltall näher als die nächste Stadt. Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich dort im roten Sand, direkt neben dem Ayers Rock stehen würde. Ich hätte ihm nicht wirklich geglaubt.
Nach einem ganzen Tag bei dem eindrucksvollen Felsen in mitten Australiens sind wir mit dem Bus weiter in die 450 km Stadt Alice Springs. In der Nacht in Alice Springs hat man in der Nacht wieder einen wunderschönen Blick in den Sternenhimmel gehabt und man konnte die Wildhunde heulen hören. Am nächsten Morgen sind wir früh, noch vor Sonnenaufgang, aufgestanden um eine Ballontour zu machen. Das war einzigartig. Wir starteten bei Sonnenaufgang und wurden immer hören und hatten Überblick über die gerade, flache Fläche im Outback. Unter uns rannten die Pferde von uns weg und hinterlassen eine Staubwolke. Und ganz dahinten wird die Sonne immer heller und größer. Es war einfach wundervoll. Wir landeten sanft und packten den Ballon wieder ein (was ca. 1 Stunde dauerte). 
Danach sind wir wieder kurz zurück ins Camp Gefahren um unsere Sachen zu holen. Denn es ging zu den Aborigines in den Bush. Dort hat uns ein Australier mit Brot und Tee begrüß, bevor er uns einige interessante Dinge über die Aborigines hier in Alice Springs und ganz Australien erzählt hat. Wir haben viel über deren Namen erfahren. Dass es in ihrer Kultur ca. 16 Namen gibt. Und wie die Heiratstradition ist. Danach erzählte er ein bisschen über das Essen hier im Outback und brät uns ein paar Käfer, Maden und einen Känguruschwanz (der ziemlich Fetthaltig war). Wir haben die Aborigines in ihren Lager besucht und ihre Bilder die sie gemalt haben angeschaut. Sie waren sehr schüchtern und mir Taten sie ein bisschen leid, weil ich gesehen habe, dass es ihnen unangenehm ist, dass wir hier so alles anschauen und so. Doch ein älterer Ureinwohner hat uns allen gezeigt wie man einen Bumerang wirft und hat es an einem aufgestellten Känguru demonstriert. Gleichender erste Versuch aus 50 m hat gesessen. Das war beeindruckend. Wir könnten es alle Mal versuchen. Das sah aber eher unprofessionel aus :)  am Nachmittag sind wir in die Stadt gefahren und wir durften etwas herum gehen und was essen. Wir haben viele Leite mit aboriginaler Abstammung gesehen, wie sie am Boden oder auf Parkbänken saßen und nichts machten. Wir haben dann noch die 'School of Air' besucht, die noch heute tätig ist und die Kinder hier in Outback mit einer Verbindung zu den Lehrern versorgt. Am Abend gingen wir spät ins Bett. Und ich bin mit dem Kopf außerhalb des Zeltes eingeschlafen weil ich nochmal die Sterne sehen wollte. Wir wurden früh geweckt und haben das Camp aufgelöst um mit dem Bus dann direkt zum Alice Springs Airport. Dort haben wir uns alle gegenseitig verabschiedet, weil manche wo anderes hinfliegen müssen als nach Brisbane. Wie sind mehrere Stunden aus der Mitte Australiens zur Küste zurück geflogen. Es war eine tolle Reise in das Australien was ich mir vorgestellt habe. Ich habe viel atemberaubende Eindrücke gewonnen und viel erfahren über die Aborigines und die Natur im Outback. Eine tolle Erfahrung!
Wir hören uns,

Hooroo
Euer Lukas




Mittwoch, 8. April 2015

Entspannte Woche, Semiformel und ab ins Outback

9 April, Donnerstag.
Ich bin mitten auf meinem Outback Trip und es ist echt super. Ich mache viele Fotos und gewinne unglaubliche Eindrücke. Aber weiteres erfährt ihr, wenn ich wieder zurück komme. Am 9 April kommen wir mit dem Bus am Uluru (The Rock) an und dann geht's zurück.

Jetzt bin ich grad im Bus und wir fahren durch die "Leere"
Ich will jetzt mal über letzte Woche und über das Wochenende letzter Woche schreiben.
Am letzten Samstag bin ich mit Chloe nach Coolangatta gefahren und sind auf einen Hügel rauf gelaufen wo es eine sehr schöne Aussicht auf die Gold Coast und das Meer gab. Das war sehr schön. Wir Haben aufs Meer geschaut, Delfine beobachtet, einfach nur geredet und die Vögel gefüttert. Wir hatten sehr viel Spaß im weiteren Wochenende.
Die Schule war für mich zwar schon vorbei aber einige Schüler hatten noch exams und mussten in die Schule. Ich glaube ich war jeden Tag in der Schule in habe organisatorische Sachen erledigt und mich dann mit Freunden getroffen. 
Am Montag bin ich ziemlich früh aufgestanden und zur Chloe gefahren um ihr um 5 Uhr morgens noch ein bisschen Mathe beizubringen für Ihr exam 4 Stunden später. Das war ganz lustig. Ich bin am selben Tag zum Training in die Schule gegangen weil ich ja doch nichts zu tun habe und die meisten Schüler exams hatten. Die restliche Woche war sehr entspannt und ich bin viel zum Strand gegangen. Am Donnerstag war das sogenannte "Semiformel" unserer Altersstufe von der Schule. Das war sehr gut. Ich bin am Morgen zu Chloe gegangen und wir haben am Vormittag rum gechillt. Am Nachmittag bin ich kurz nach Hause gegangen um meinen Anzug und so zu holen während Chloe zum Friseur gegangen ist. Wir haben uns wieder in dėr Shopping Kalk getroffen um dann wieder zu ihr zu fahren und uns gänzlich fertig zu machen. Wir sind gemeinsam zu der Halle gefahren wo das Event stattfand. Alle waren gut angezogen und sagen ziemlich anders aus als in der Schule. Wir saßen alle an zugeordneten Tischen haben gegessen, ein paar reden angehört. Alles war recht entspannt und später haben wir lange getanzt. Wir hatten sehr viel Spaß und ich kam spät nach Hause. Ich habe exakt 3 Stunden geschlafen. Denn am nächsten Tag musste ich los - ins Outback

Wir hören uns bald wieder, wenn ich wieder zurück bin

Hooroo,
Euer Lukas

Montag, 23. März 2015

Kein Internet, Byron Bay und Lockdown

Dienstag 24. März,
Ich fühle mich sehr wohl hier und habe ein schönes Wochenende hinter mir.
Ich habe jetzt schon lange nichts mehr geschrieben. Das liegt auch daran, weil ich kein Internet mehr habe. Deshalb muss ich von nun an immer einen WLAN Hotspot suchen um ins Internet zu gelangen. Aber das macht mir ehrlich gesagt überhaupt nicht viel aus.

Wir waren letztes Wochenende im Shopping Center, im Kino und am Samstag mit den Buggyboards am Strand und haben dort den ganzen Tag verbracht. Das Wetter am Samstag war perfekt für mich und es war ein bisschen windig sodass es gute Wellen gab. Nach langer Zeit im Wasser haben wir uns gegenseitig im Sand vergraben und sind danach essen gegangen.
Als ich am Sonntag Abend nach Hause kam, war ich erst einmal 2 Stunden alleine zu Hause.
Ich konnte mich mal hinsetzten und die Ruhe genießen, nach dem ich das ganze Wochenende nicht zu Hause geschlafen habe und die ganze Zeit was unternommen habe. So wie ich es immer mache, wenn ich am Abend alleine bin mache ich mir das Radio an, hole mir ein gekühltes Getränk und setze mich raus auf die Liege in der Nacht und sitze einfach nur da und beobachte die Sterne. Ich fühle mich jetzt nach 2 Monaten in Australien viel unabhängiger, viel selbstständiger und viel erwachsener. Das ist manchmal komisch aber ich fühle mich ganz gut so.
Ich freue mich, dass ich mir in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache, mit fremden Gewohnheiten, so etwas „aufgebaut“ habe, was ich hier leben kann. Das finde ich sehr cool, dass ich so etwas so jung schon erleben darf.
Ich fühle mich sehr gut integriert und habe ein großes Netz aus Freuden und ein System wie ich hier lebe.

In der Woche gab es wieder einen Ausflug mit allen Internationals. Zu 45 Minuten entfernten „Byron Bay“. Diese Bucht liegt in New South Wales und hat einen anderen Timecode als in Queensland.
Es war eine Stunde Zeitunterschied. Als wir dort angekommen waren, erstreckte sich eine atemberaubende Landschaft vor uns. Ein wundervoller Strand. Wir sind einen Hügel direkt am Meer rauf gegangen. Oben angekommen war ich überwältigt. Der Hügel ist soweit draußen, dass wir über 180 Grad Blick auf das offene Meer hatten. Es war ein wunderschönes Wetter und das Meer hatte ein schönes blau. Tief unter uns konnten wir die Wellen an die Brandung schlagen sehen. Und in den Wellen schaukelten zwei Delfine, die unsere Blicke schnell auf eine ganze Herde von Delfinen lenkte. Wir sind ein kurzes Stück weiter zu einem Leuchtturm gegangen und haben dort Gruppenfotos und Fotos vor einer spektakulären Kulisse gemacht.
Nach diesem Erlebnis hat unser Bus uns in den Ort gebracht, wo wir durch die vielen coolen Läden spaziert sind, Eis gegessen und etwas zu Mittag gegessen haben. Dann sind wir wieder zurück zur Schule gefahren. Das war ein sehr schöner und eindrucksvoller Ausflug.
Danach bin ich noch mit zu Jan gegangen und wir haben bei ihm gechillt, bis ich nach Hause musste weil das Essen auf mich wartete.
Zum Abendessen gab es „Meet-Pie“. Das lieben die Australier. Das ist wie Appelpie, nur das die Füllung „meet“ ist und nicht Apple. 

Die Schulwochen vergehen rasend schnell. Das würde ich mir auch in Österreich so wünschen. Am Donnerstag mitten in der Englisch Stunde, gab es einen sogenannten „Lockdown“. Die Sirenen gingen los und es war Terroralarm bzw. Amoklauf Alarm. Wir mussten den Anweisungen vom Lehrer folgen und haben alle Fenster und Türen verschlossen. Es wurden die Ventilatoren aus geschalten und wir mussten uns alle unter unsere Tische hocken. Wir durften unsere Handys nicht anfassen und keinen Ton von uns geben. Das war ziemlich aufregend. Nach zirka 15-20 Minuten unter den Tischen haben wir durch das Telefon (was in jedem Klassenraum installiert ist) ein Entwarnungssignal bekommen, und die Nachricht, dass alles nur eine unangemeldete Übung war.

Dieses Wochenende habe ich wieder viel mit Chloe verbracht. Da es draußen Gewitter gab konnten wir leider nicht so viel machen. War aber trotzdem schön. Am Sonntag haben wir, Jan und Ich, uns trotz Regen in einen Wasser-Theme-Park getraut. Weil wir da sowieso die ganze Zeit nass sind hat es nicht viel ausgemacht, dass es geregnet hat.
Wir haben viele sehr extreme Wasserrutschen ausprobiert. Das war ziemlich lustig. Die Lufttemperatur war auch sehr angenehm. Danach sind wir nochmal ins Einkaufszentrum gefahren. Da haben wir wieder die frühen Schließ-Zeiten der Geschäfte mitbekommen und hatten Mühe uns noch einen Kaffee zu holen, bevor es nach Hause ging.
Da ich am nächsten Tag (Montag, 23.) zwei Schularbeiten hatte und eine Rede halten musste, habe ich am Abend des Sonntags noch ein bisschen gelernt. Das hat mir nichts ausgemacht, mal zwischen durch ein bisschen was für das Gehirn zu tun J

In der letzten Woche hatte ich ein bisschen Heimweh und habe mich nach meinem vertrauten Umfeld in Wien gesehnt. Aber es war nicht so schlimm. Ich fühle mich hier ja auch sehr wohl und es wird alles jeden Tag vertrauter zu mir.
Ich habe Fotos auf Facebook von mir vor Australien gesehen und habe festgestellt, dass ich erschreckend viel brauner geworden bin seit dem ich hier bin. Das wird lustig wenn ich wieder nach Österreich komme und ich braun bin wie ein Schokoladen-Kuchen :D

Am Freitag dieser Woche beginnt der sogenannte „Shutdown“ in unserer Schule. Der ist genau eine Woche vor den Osterferien (Und dauert auch eine Woche). In diesen Tagen muss kein Schüler in die Schule gehen, außer er hat eine Schularbeit. Ich habe eine Schularbeit am Freitag. Das heißt nach dieser Woche habe ich 3 Wochen Ferien.

Ich hoffe es gelingt mir, euch schon bald wieder ein Update zu geben.
Bis da hin...

Hooroo,
Euer Lukas


Dienstag, 10. März 2015

Zeit, Gefahren und ein anders genutzter Tag

Die Zeit hier vergeht warnsinnig schnell hier.
Ich fühle mich noch immer sehr wohl und erlebe immer mehr schöne Dinge.
Ich bin unheimlich froh und möchte am liebsten länger hier bleiben.

Das Wochenende war sehr schön und am Sonntag war ich mit Jan in MovieWorld. Das war auch sehr lustig. Wir hatten viel Spaß und haben alles gemacht was es dort zu machen gab...


Ich habe mir in den letzten Tagen Gedanken darüber gemacht, wie ich mir das Leben hier vor 2 Monaten vorgestellt habe und es mit meinen Erfahrungen hier verglichen. Wenn ich an Australien gedacht habe, dann fiel mir ein Haufen Gefahren, wie zum Beispiel die Haie ein. Und die gibt es tatsächlich hier. Die 5 Meter Haie werden wirklich hier an der Gold Coast aus dem Wasser gezogen. Aber sie sind in Australien eine der geringsten Gefahren! Trotzdem befinden sich an jedem Strand Hainetze und es wird regelmäßig mit Jetskies und Hubschraubern patroulliert um diese geringe Gefahr noch mehr einzudämmen.
Wenn ich die Australier auf Haie anspreche reagieren die eher entspannt und tuen das Thema ein bisschen ab.

Am ersten Schultag hatten wir eine Stunde Tierkunde mit unseren Mentoren. Dort wurde uns von den Lehrern praktisch klar gemacht, dass alles
in Australien einen töten werde. Meine Mentoren kamen später zu mir und sagten ganz entsetzt, dass sie noch nie so eine Spinne gesehen haben, von denen wir aufpassen sollten denn sie sind überall wo man sie nicht erwartet und töten einen. Sie fragten sich auch gegenseitig ob sie schon mal so eine Art Käfer fliegen gesehen haben, von denen wir uns auch in Acht nehmen sollten.
Wir mussten viel lachen als mir klar wurde dass die Lehrer ein bisschen übertrieben haben. Seit dem machen wir immer Witze darüber, dass einem hier alles töten könnte.

Aber was man wirklich als größte Gefahr sieht ist die Sonne. Meine Gastmutter hat mir gesagt, wenn ich uneingecremt in der Sonne bin, dann sehe ich nach 20min so aus wie mein weinrotes T-Shirt was ich anhatte...
Wegen dem Ozonloch über Australien ist die Sonne um einiges stärker als wo anders auf der Welt.

Natürlich gibt es hier auch Schlangen, Riesen-Spinnen, Quallen und andere Tiere. Aber es ist nicht so schlimm wie ich mir in Australien erwartet hatte. Man sieht zwar ab und zu eine giftige Qualle am Strand liegen oder eine riesige Spinne am Laternenmast hängen oder eine Schlange im hohen Gras, aber hier sind die Leute echt okay cool drauf. Und sie meinen die ganzen Tiere und Insekten gibt es zwar aber man passt halt ein bisschen auf, dann können Mensch und Tier beide auf diesem Kontinent unbeschadet leben. Und das ist nicht so schwer aufzupassen. Man schaut zum Beispiel halt immer in die Schuhe bevor man sie anzieht und geht nicht alleine ins Meer.


Was mir auffällt, ist dass ein Australier den Tag anders nutzt als ein Europäer, was die Uhrzeit angeht. Die Schule beginnt hier erst um neun. Aber wenige schlafen wirklich bis um 8. Da die Sonne schon um ca. 5 aufgeht fängt auch dann der heiße Tag an. Von da an schläft man nur ein bisschen weiter, weil man noch müde ist. Es wird dann aber schnell heiß und hell und unangenehm im Bett zu liegen. Also ist man ihr oft so um 6-7 Uhr wach. Die Schule endet um 3 p.m. Wen man dann noch etwas am Tag machen will sollte man das dann gleich direkt nach der Schule machen oder nach einem schnellen Abstecher nach Hause. Denn um sechs Uhr muss man wieder zu Hause ein.
Am Wochenende fängt der Tag auch früher an. Wenn man sich treffen will und was unternehmen will trifft man sich meistens so um 9 a.m. Die Geschäfte machen hier, außer am Donnerstag, um 5 Uhr zu. Ich würde in Österreich nie um 7.30 am Wochenende aufstehen. Aber hier fällt es mir nicht schwer.

Nicht mehr lange, dann habe ich den ersten Term erledigt. Dann sind 2 Wochen ferien, in denen ich ins Outback fahre. Ich freue mich schon riesig. Wird bestimmt super.



Wir hören uns


Hooroo, Euer Lukas

Sonntag, 1. März 2015

Das Meer und ein entspanntes Wochenende

Mir geht es ausgezeichnet und ich fühle mich sehr wohl und frei.

Anfang letzter Woche habe ich mir ein Longboard gekauft, mit dem ich nun manchmal zur Schule fahre und mich mit Jan manchmal treffe um mit ihm rum zu skaten. Mit dem Board bin ich auch öfters zum Strand gefahren und habe mir eine Weile einfach nur das Meer angeschaut. Ich finde das sehr schön.
Am Montag hatten wir wie immer Training. Aber von dem vielen Regen war der sehr große Sportplatz sehr nass. Und das Wasser stand Knöchelhoch. Bevor wir da drauf gekommen sind, liefen wir in der Suppe ein bisschen zum aufwärmen. Alles trocknete sehr schnell doch was ich nicht bedacht habe war der Schlamm, der angefangen hat ziemlich mies zu stinken. Das war ein Problem weil ich das nicht so einfach wieder raus bekam.
Am Donnerstag hab ich mich direkt nach der Schule mit meinem Mentor und ein paar Kumpeln beim 5 Minuten entfernten `Meeresarm` betroffen. Dort haben wir gesnackt und Spaß gehabt. Wir sind im warmen Wasser geschwommen und sind von der Brücke gesprungen.
Es ist ein bisschen frustrierend wenn es ein heißer Tag ist und im Wasser auf eine Abkühlung hofft. Denn dort trifft man meist nur auf gleich warmes Wasser wie die Luft. Manchmal sogar wärmer. Aber wenn man sich in etwas tieferem Gewässer begibt ist es wenn man Glück hat schön kühl.
Um sechs Uhr war ich dann wieder pünktlich zum Abendessen zu Hause.
Am Freitag wollte ich direkt nach der Schule wieder mit zu Chloe. Da mich meine Gastmutter in der Früh aber gebeten hat, nach der Schule schnell nach Hause zu kommen damit sie meine Schuluniform waschen kann, hab ich das natürlich auch gemacht weil ich ja frische Uniformen haben will für die nächste Woche. Und glaubt mir das braucht man. ;)
Ich bin dann halt nach einem kurzen Abstecher nach Hause, zu Chloe gefahren und dort den Tag verbracht. Am Freitag und am Samstag darf ich bis um 11 pm draußen bleiben.
Am Samstag hab ich mich ausgeschlafen (bis um 7 am) und wollte dann um 11 mit Jan zu SeaWorld fahren. Ich bin drauf gekommen, dass ich mein Geld und meinen Schlüssel bei Chloe vergessen habe. Also musste ich davor noch schnell 10 Minuten mit dem Bus fahren und über ein paar Hügel spurten um meine Sachen abzuholen. Dann bin ich zum Einkaufcenter gefahren wo viele Buslinien starten. Dort habe ich auch Jan pünktlich getroffen. Auf dem Weg zum Theme Park haben wir unsere Tickets online gekauft. Ein günstiges Halbjahresticket für „Locals“. Dieser Versuch ist aber gescheitert, da meine Kreditkarte kein Geld raus rücken wollte. Auch jegliche Versuche am Automaten Geld abzuheben scheiterten. Also haben wir unseren Tagesplan geändert und sind zu der großen Shopping Mall ungefähr 40 Minuten mit dem Bus gefahren. Dort sind wir rumspaziert, haben gegessen und kleine Späße gemacht. Wir sind ins Kino und haben uns diesmal einen anständigen Film angeschaut. Dann sind wir noch zu unserem vertrauten Einkaufszentrum zurück gefahren und weil Jan wieder was essen musste haben wir dort wieder was gegessen. Weil es dann erst 8 p.m war sind wir noch spontan für ne Stunde ins Fitnessstudio gegangen und ich bin ein bisschen gelaufen (was mein Trainer sowieso empfohlen hat am Samstag laufen zu gehen) Also sind wir nach ein paar anderen Übungen fertig waren sind wir noch zum Strand gegangen der mittlerweile total leer war. Es war schon dunkel und man hat nur das Rauschen der Wellen gehört. Uns kam die Idee mal am Strand zu übernachten da das mal voll cool wäre. Diese Idee wurde uns dann aber wieder ausgeredet.
Wir sind eine Weile am Strand entlang gegangen bis wir uns verabschiedet haben und wir in entgegengesetzte Richtungen am Strand nach Hause gegangen sind.
Am Sonntag habe ich bis 8 geschlafen was für meinen Gastvater lange ist. Der steht immer um vier auf, geht mit dem Hund zum Strand und nachher ins Fitnessstudio. Er hat mir auf empfohlen wenigstens einmal um 4 aufzustehen und zum Strand den Sonnenaufgang anschauen. Das ist laut ihm die beste Zeit des Tages mit einer zauberhaften Aurora. Na dann mach ich das doch mal.
Ich habe mich wieder mit Jan bei Strand getroffen und wir sind uns abkühlen gegangen. Die Wellen waren ganz schön stark und groß. Das hat Spaß gemacht in den Wellen abgekühlt zu werden. Nachher sind wir noch eine Weile mit unseren Boards rum gecruised. Dann sind wir wieder nach Hause gefahren und bei mir gab es ein ziemlich leckeres Abendessen.
Meine Gastmutter hat mir heute erzählt warum wir eigentlich kein WLAN haben. Die Antwort ist, dass es verboten wurde neue Wlan Router einzurichten. In der Gold Coast ist das Internet nämlich ein bisschen überlastet im Moment. Aber man braucht es hier sowieso nicht so oft.
Es war es ein relativ entspannten Wochenende. War aber trotzdem super.

Wir hören uns
Hooroo, Euer Lukas

Sonntag, 22. Februar 2015

Bei Cyclon-Warnung in der Schule und Piraten in der Nähe

Am Mittwoch, den 18 Februar, gab es große Aufregung in den Nachrichten, da ein sehr starker Cyclon in Richtung Gold Coast wirbelt. Es wurde viel darüber berichtet, dass er CAT5 (die stärkste Stufe) erreicht hat und dass wir uns Vorbeireiten sollen. Das Unwetter war auf den Donnerstag bis Samstag festgelegt. Am Donnerstag hatte ich mal wieder um 7.15 a.m Training und wir konnten ganz normal draußen trainieren da der Cyclon auf sich warten ließ. Es war aber zur Abwechslung mal wesentlich kühler als sonst. Angenehm, für das ziemlich anstrengende Sprint-Training. Während dem Training meinte mein Trainer, dass ich heute Nachmittag meine Eltern anrufen soll und ihnen sagen soll, dass ich doch 12 Monate hier bleibe, da ich dann die ganzen Wettkämpfe mitmachen kann, die ab Juli stattfinden. Ich habe das als Spaß verstanden und wir haben gelacht.
Gegen Ende des Trainings, als meine Beine weh taten und ich fertig war mit meinen 200 Meter Sprints, habe ich mich auf die Bank gesetzt und was getrunken und gewartet bis die normale Schule anfängt. Der Trainer kam dann noch einmal zu mir und sagte, dass er das ernstgemeint hätte mit den 12 Monaten. Er bräuchte mich für die ganzen Wettbewerbe und für die Schulveranstaltungen. Das machte mich sehr stolz und ich strahlte über beide Ohren.

Ich glaube es war in der vorletzten Stunde, als uns weitere ernst gemeinte Cyclon-Warnungen übermittelt wurden. Es schien so, als ob es wohl ziemlich heftig werden würde. Am selben Tag wurden Tausende Sandsäcke platziert, die Hainnetze an den Stränden entfernt und die Strände gesperrt. Dutzende Schule an der Gold Coast wurden für Freitag geschlossen. Meine Schule hat es uns freigestellt ob wir in die Schule gehen oder nicht. Alle öffentlichen Verkehrsmitteln wurden eingestellt. Wir wurden aufgefordert das Haus nicht zu verlassen und es wurden Evakuierungsgebiete festgelegt. Am Freitag Morgen haben meine Gasteltern entschieden, dass sie mich in die Schule fahren, da sie arbeiten müssen und mich bei diesem Wetter nicht alleine zu Hause lassen wollten. In der Schule tauchten nur sehr wenige Schüler auf, die sich in den Pausen alle in der „Hall“ versammelt haben. Draußen schüttete es stark. Wind war aber wenig zu spüren. Der sollte aber noch kommen. In den Klassen war ich zweimal der einzige Schüler und wir wurden mit anderen spärlich besetzten Klassen zusammengeführt. Man hörte leise die Sirenen dröhnen und die großen Regentropfen auf das Dach prasseln. Ich wurde nach der Schule im Regen wieder von meiner Gastmutter mit dem Auto abgeholt da ihr Meeting abgesagt wurde.
Am Nachmittag war mir und Jan langweilig und wir haben uns für 5 Uhr am Einkaufcenter verabredet. Ich habe meine Badehose angezogen, meinen Computer in Tüten gehüllt, da es dort WLAN gibt und mir meinen Rucksack eng angeschnallt. Ich lief also in Australien, 20 Minuten bei Cyclon-Warnung und heftigen Regen, in meiner Badehose, mit meinem Laptop zu einem Einkaufszentrum weil es dort Wlan, Beschäftigung und Jan gab. Dieser Satz hat in der Ausführung zirka 30 Minuten gedauert klingt aber für mich dramatisch, praktisch, gut.
Ich bin dort völlig durchnässt angekommen und wir haben uns in den Mc Donalds gesetzt und haben im WLAN ein bisschen geskypt und anschließend gegessen. Um 7 haben wir uns dann wieder auf den Weg nach Hause gemacht, weil der Regen gerade eine kurze Pause gemacht hat. Der hat mich dann zwar wieder am Weg erwischt aber der Rückweg war nicht so Nass wie der Hinweg.
Uns direkt hat der Cyclon Gott sei Dank nicht so heftig erwischt wie in anderen Teilen der Gold Coast wo dramatische Überschwemmungen sind.
Am Samstag hab ich mich wieder mit dem Jan getroffen um mit ihm mit dem Bus zum Kino zu fahren. Weil es geregnet und gewindet hat konnte man sonst eigentlich nichts großartig machen. Im Bus sind wir dann drauf gekommen, dass wir noch ein paar Leute dazu holen könnten. Wir haben mal die anderen Internationals angeschrieben, die wir beim Ausflug in die Bond University kennengelernt haben. Das waren die zwei Deutschen, eine Schweizerin und eine Österreicherin. 2 Minuten nachdem wir sie angeschrieben haben stiegen sie in unseren Bus ein. Das war wirklich lustig. Sie wollten auch ins Kino. Also haben wir uns als Gruppe zusammengeschlossen und sind zusammen ins Einkaufszentrum gefahren wo das Kino ist. Dort angekommen haben wir noch ein bisschen was beim Maccas gegessen und haben uns für einen Film entscheiden müssen. Viele wahren für „The Interview“, den ich leider schon vier mal gesehen habe und der Rest war für „Kingsman“ den ich auch schon gesehen habe. Nur die letzten 10 Minuten habe ich wegen diesem Lockdown verpasst. Als wir an der Kinokassa drankamen wollten wir die Karten bestellen. Dies gelang uns aber nicht für unsere Favoriten Filme, da diese erst ab 16 Jahren waren. Drei Leute aus unserer Gruppe waren 15. Nun haben wir zu meiner Freude einen neuen Film aussuchen müssen. „Jupiter ascending“ einer der schlechtesten Filme die ich angeschaut habe. Da die Geschäfte schon alle geschlossen waren als der Film zu Ende war waren wir unschlüssig was wir als nächstes tuen sollten. Wir haben uns entschieden, mit dem Bus zu Surfers Paradise (die Innenstadt) zu fahren. Dort sind wir abgehangen und ich habe mir mal eine Schüler-Buskarte gekauft. Um 10.00 p.m sind wir dann wieder im starken Regen nach Hause gefahren. Nach ein paarmal umsteigen und planlosem herumirren bin ich völlig durchnässt aber pünktlich um 10.57 p.m nach Hause gekommen.
Um 11 muss ich immer zu Hause sein. Ich bin schnell ins Bett und habe mich ordentlich ausgeschlafen. Am Sonntag bin ich um 9 a.m aufgestanden. Sehr spät im Gegensatz zu meinem Gastvater der um 4 a.m aufsteht. Ich habe mir einen gemütlichen Morgen gemacht und bin um 11.00 dann zur Chloe mit dem Bus gefahren, da sie heute Geburtstag hatte.
Kurz vor dem Gehen hat sie mir noch ein altes Fahrrad von ihr angeboten. Dieses könnte ich ausleihen so lange ich es brauche. Da habe ich mich sehr gefreut, da ich mir schon überlegt habe ein altes Fahrrad zu kaufen oder zu mieten um schneller in die Schule zu kommen. Hat also perfekt gepasst und ich habe jetzt ein Fahrrad.
Am Abend hatten wir ein großes, leckeres Familienessen was sehr gut war.

Außerdem: Das Filmset für den nächsten Fluch der Karibik (5) Film soll an einem geheimen Ort hier in Queensland aufgebaut sein. Da ich die Filmserie sehr gerne mag habe ich meinen Gastvater mal gefragt ob er wüsste wo das ist. Er meinte trocken, dass das hier an der Gold Coast, 5 Minuten mit dem Bus entfernt aufgebaut ist. Da es aber Sperrgebiet ist kommt man nicht viel weiter als zur Security Kontrolle. Johnny Depp dreht hier seit Montag, 16.2.

Es ist viel passiert in den letzten Tagen und ich bin müde...
Morgen ist wieder Schule.
Mal schauen was diese Woche so passiert


Wir hören uns
Hooroo, Euer Lukas 

Sonntag, 15. Februar 2015

Strafarbeit, City und der australische Regenwald

Da wir am Donnertag alle Internationals bei der Bond University waren, haben wir nicht mitbekommen, dass wir im Fach „Aquatic Practice“ am Freitag surfen gehen. Somit waren alle Internationals ohne ihre Schwimmsachen überrascht und wir mussten mitgehen und im Sand eine Seite Schulregeln abschreiben. Das hat uns ein bisschen geärgert, weil wir nichts falsch gemacht haben und eine Art Strafarbeit schreiben mussten. In der prallen australischen Sonne im Sand. Naja...

Am Samstag, den 14., bin ich mit Chloe mit dem Bus zu „Surfers Paradise“ (die City) gefahren. Es ist richtig cool dort. Das war mein erstes Mal dass ich in der „Innenstadt“ war. Das liegt am Strand und ein paar Hochhäuser verzieren das Australische Küstengebiet. Es gibt viele Shops und Shopping Zentren. Wir sind bei perfektem Wetter durch die Straßen geschlendert und sind bei einer Spielehalle hängengeblieben. Dort haben wir Laser Tech gespielt, Go Kart gefahren und eine Menge anderer Aktivitäten gemacht. Da waren wir dann 2 Stunden und sind danach zu einem von Chloe empfohlenen Mexikaner essen gegangen. Das Essen war sehr gut. Und wir hatten viel Spaß. Am Strand entlang waren Sandskulpturen aufgebaut die wir uns angeschaut haben. Da Choe noch nie bei „Ripleys. Believe it or Not“ war, gingen wir auch da hinein. Das war sehr unterhaltsam, während wir viel Blödsinn und eine Menge lustiger Fotos gemacht haben. Ich verstehe nicht warum, aber aus irgendeinem Grund muss ich während solchen Ausstellungen immer auf die Toilette. Dort konnten wir durch Tunnel kriechen und Laserstrahlen ausweichen. Wir hingen dann noch ein bisschen in der Stadt ab, aßen Eis und hatten Spaß.
Am Nachmittag sind wir dann zu Ihr gefahren wo es ein leckeres Abendessen gab. Die Eltern von Chloe sind unglaublich nett. Diese sind in ein Restaurant essen gegangen während wir uns zwei Filme angeschaut haben. Es war schön...
Später erreichte mich eine SMS von meiner Gastmutter, in der sie meinte, ich solle um nicht zu spät nach Hause kommen da mein Zimmer inakzeptabel ausschaut.
Am Morgen war meine Gastmutter war im Fitnesstudio und ich habe mal ordentlich aufgeräumt in meinem Zimmer. Es war nicht so unordentlich. Es ist nur ein bisschen wenig Stauraum in meinem Zimmer und ich weis nicht wo ich meine ganzen Sachen hintuen sollte. Aber als meine Gastmutter zurückkam hat sie mein Zimmer gesehen und alles war wieder in Ordnung.

Am Nachmittag wurde ich von dem deutschen Austauschschüler Jan mit seiner Gastmutter abgeholt und wir fuhren eine Stunde ca. 23 Kilometer ins Landesinnere. Auf dem Weg hab ich wieder mal richtiges Australienfeeling gespürt. Oberkörperfreie Jungs mit Surfboard auf dem Autodach fuhren
an uns vorbei und man konnte den Regenwald im Hintergrund sehen. Wir fuhren ganz schön weit hinein in den Wald. Diesen konnte man über ein paar Hügel bis zum Horizont sehen. Bei den sogenannten „Springbrook Waterfalls“ angekommen, war es angenehm kühler als sonst. Wir gingen einen Pfad entlang. Mitten im Australischen Regenwald. Umgeben von unwirklich gewachsenen Bäumen und Lianen, neben Wasserfällen und Waldgeräuschen. Es hat sich wirklich cool angefühlt jetzt mitten in der grünen „Weite“ zu stehen. Wir gingen durch kurze Höhlen an Wasserfällen vorbei und haben in den Bäumen und am Boden nach Tieren gesucht. Ich habe schöne Vogelstimmen gehört, die ich so noch nie gehört habe. Wir haben viele coole Fotos gemacht. Nach einer Zeit im wunderschönen und schwer zu beschreibenden Wald sind wir 10 Minuten weiter zu einem
großen Bach bzw. schwachen Fluss gefahren, der aus dem Regenwald führt. Jans Gastmutter hat gemeint, dass dieses Wasser sehr kühl sei und
wir wollten so gerne da rein springen. Die vielen Schilder ignorierend,
die das Schwimmen verbieten, sind wir ins wirklich kühle und sehr trübe Wasser gesprungen. Das war mal schön. Nach so einer langen Zeit in der erdrückenden Hitze mal wieder Kälte auf der Haut zu spüren. Wir waren alleine im Wasser. Mitten im Urwald. 20 Kilometer von der Küste entfernt. Es war ein bisschen komisch dort zu schwimmen. Es war aber sehr schön umgeben von den großen
grünen Bäumen. Ich habe mir das grusselige Zenario ausgemalt, dass jetzt irgendwo aus der Trübheit ein Krokodil oder so etwas auftaucht. Das war nicht so schön, vor Allem weil wir vorher die ganzen Schilder gesehen haben. Naja... Nichts geht über so ein angenehm kühles Wasser. Ich habe keine Ahnung warum das Wasser so kühl war. Wir sind nach diesem Schwimm dann gemütlich nach Hause an die bewohnte Küste gefahren.
Ich kam dann ungefähr um 7 an. Da meine Gasteltern bei Freunden waren hab ich mir ein gutes Abendessen gemacht und Musik gehört.
Das war ein unglaublich aufregendes Wochenende! Ich habe jetzt schon so tolle Eindrücke erlebt. Ich bin sehr, sehr glücklich...

Eine weitere Schulwoche steht an.

Wir hören uns

Hooroo, Euer Lukas