Da wir am Donnertag alle Internationals bei der Bond
University waren, haben wir nicht mitbekommen, dass wir im Fach „Aquatic
Practice“ am Freitag surfen gehen. Somit waren alle Internationals ohne ihre
Schwimmsachen überrascht und wir mussten mitgehen und im Sand eine Seite
Schulregeln abschreiben. Das hat uns ein bisschen geärgert, weil wir nichts
falsch gemacht haben und eine Art Strafarbeit schreiben mussten. In der prallen
australischen Sonne im Sand. Naja...
Am Samstag, den 14., bin ich mit Chloe mit dem Bus zu
„Surfers Paradise“ (die City) gefahren. Es ist richtig cool dort. Das war mein
erstes Mal dass ich in der „Innenstadt“ war. Das liegt am Strand und ein paar
Hochhäuser verzieren das Australische Küstengebiet. Es gibt viele Shops und
Shopping Zentren. Wir sind bei perfektem Wetter durch die Straßen geschlendert
und sind bei einer Spielehalle hängengeblieben. Dort haben wir Laser Tech
gespielt, Go Kart gefahren und eine Menge anderer Aktivitäten gemacht. Da waren
wir dann 2 Stunden und sind danach zu einem von Chloe empfohlenen Mexikaner
essen gegangen. Das Essen war sehr gut. Und wir hatten viel Spaß. Am Strand
entlang waren Sandskulpturen aufgebaut die wir uns angeschaut haben. Da Choe
noch nie bei „Ripleys. Believe it or Not“ war, gingen wir auch da hinein. Das
war sehr unterhaltsam, während wir viel Blödsinn und eine Menge lustiger Fotos
gemacht haben. Ich verstehe nicht warum, aber aus irgendeinem Grund muss ich
während solchen Ausstellungen immer auf die Toilette. Dort konnten wir durch
Tunnel kriechen und Laserstrahlen ausweichen. Wir hingen dann noch ein bisschen
in der Stadt ab, aßen Eis und hatten Spaß.
Am Nachmittag sind wir dann zu Ihr gefahren wo es ein
leckeres Abendessen gab. Die Eltern von Chloe sind unglaublich nett. Diese sind in ein Restaurant
essen gegangen während wir uns zwei Filme angeschaut haben. Es war schön...
Später erreichte
mich eine SMS von meiner Gastmutter, in der sie meinte, ich solle um nicht zu spät nach Hause kommen da mein Zimmer inakzeptabel ausschaut.
Am Morgen war meine Gastmutter war im Fitnesstudio und ich habe mal ordentlich
aufgeräumt in meinem Zimmer. Es war nicht so unordentlich. Es ist nur ein
bisschen wenig Stauraum in meinem Zimmer und ich weis nicht wo ich meine ganzen
Sachen hintuen sollte. Aber als meine Gastmutter zurückkam hat sie mein Zimmer
gesehen und alles war wieder in Ordnung.
Am Nachmittag wurde ich von dem deutschen Austauschschüler
Jan mit seiner Gastmutter abgeholt und wir fuhren eine Stunde ca. 23 Kilometer
ins Landesinnere. Auf dem Weg hab ich wieder mal richtiges Australienfeeling
gespürt. Oberkörperfreie Jungs mit Surfboard auf dem Autodach fuhren
an uns
vorbei und man konnte den Regenwald im Hintergrund sehen. Wir fuhren ganz schön
weit hinein in den Wald. Diesen konnte man über ein paar Hügel bis zum Horizont
sehen. Bei den sogenannten „Springbrook Waterfalls“ angekommen, war es angenehm
kühler als sonst. Wir gingen einen Pfad entlang. Mitten im Australischen
Regenwald. Umgeben von unwirklich gewachsenen Bäumen und Lianen, neben
Wasserfällen und Waldgeräuschen. Es hat sich wirklich cool angefühlt jetzt
mitten in der grünen „Weite“ zu stehen. Wir gingen durch kurze Höhlen an
Wasserfällen vorbei und haben in den Bäumen und am Boden nach Tieren gesucht.
Ich habe schöne Vogelstimmen gehört, die ich so noch nie gehört habe. Wir haben
viele coole Fotos gemacht. Nach einer Zeit im wunderschönen und schwer zu
beschreibenden Wald sind wir 10 Minuten weiter zu einem wir wollten so gerne da rein springen. Die vielen Schilder ignorierend,
die das Schwimmen verbieten, sind wir ins wirklich kühle und sehr trübe Wasser gesprungen. Das war mal schön. Nach so einer langen Zeit in der erdrückenden Hitze mal wieder Kälte auf der Haut zu spüren. Wir waren alleine im Wasser. Mitten im Urwald. 20 Kilometer von der Küste entfernt. Es war ein bisschen komisch dort zu schwimmen. Es war aber sehr schön umgeben von den großen
grünen Bäumen. Ich habe mir das grusselige Zenario ausgemalt, dass jetzt irgendwo aus der Trübheit ein Krokodil oder so etwas auftaucht. Das war nicht so schön, vor Allem weil wir vorher die ganzen Schilder gesehen haben. Naja... Nichts geht über so ein angenehm kühles Wasser. Ich habe keine Ahnung warum das Wasser so kühl war. Wir sind nach diesem Schwimm dann gemütlich nach Hause an die bewohnte Küste gefahren.
Ich kam dann ungefähr um 7 an. Da meine Gasteltern bei
Freunden waren hab ich mir ein gutes Abendessen gemacht und Musik gehört.
Das war ein unglaublich aufregendes Wochenende! Ich habe
jetzt schon so tolle Eindrücke erlebt. Ich bin sehr, sehr glücklich...
Eine weitere Schulwoche steht an.
Wir hören uns
Hooroo, Euer Lukas




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