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Sonntag, 15. Februar 2015

Strafarbeit, City und der australische Regenwald

Da wir am Donnertag alle Internationals bei der Bond University waren, haben wir nicht mitbekommen, dass wir im Fach „Aquatic Practice“ am Freitag surfen gehen. Somit waren alle Internationals ohne ihre Schwimmsachen überrascht und wir mussten mitgehen und im Sand eine Seite Schulregeln abschreiben. Das hat uns ein bisschen geärgert, weil wir nichts falsch gemacht haben und eine Art Strafarbeit schreiben mussten. In der prallen australischen Sonne im Sand. Naja...

Am Samstag, den 14., bin ich mit Chloe mit dem Bus zu „Surfers Paradise“ (die City) gefahren. Es ist richtig cool dort. Das war mein erstes Mal dass ich in der „Innenstadt“ war. Das liegt am Strand und ein paar Hochhäuser verzieren das Australische Küstengebiet. Es gibt viele Shops und Shopping Zentren. Wir sind bei perfektem Wetter durch die Straßen geschlendert und sind bei einer Spielehalle hängengeblieben. Dort haben wir Laser Tech gespielt, Go Kart gefahren und eine Menge anderer Aktivitäten gemacht. Da waren wir dann 2 Stunden und sind danach zu einem von Chloe empfohlenen Mexikaner essen gegangen. Das Essen war sehr gut. Und wir hatten viel Spaß. Am Strand entlang waren Sandskulpturen aufgebaut die wir uns angeschaut haben. Da Choe noch nie bei „Ripleys. Believe it or Not“ war, gingen wir auch da hinein. Das war sehr unterhaltsam, während wir viel Blödsinn und eine Menge lustiger Fotos gemacht haben. Ich verstehe nicht warum, aber aus irgendeinem Grund muss ich während solchen Ausstellungen immer auf die Toilette. Dort konnten wir durch Tunnel kriechen und Laserstrahlen ausweichen. Wir hingen dann noch ein bisschen in der Stadt ab, aßen Eis und hatten Spaß.
Am Nachmittag sind wir dann zu Ihr gefahren wo es ein leckeres Abendessen gab. Die Eltern von Chloe sind unglaublich nett. Diese sind in ein Restaurant essen gegangen während wir uns zwei Filme angeschaut haben. Es war schön...
Später erreichte mich eine SMS von meiner Gastmutter, in der sie meinte, ich solle um nicht zu spät nach Hause kommen da mein Zimmer inakzeptabel ausschaut.
Am Morgen war meine Gastmutter war im Fitnesstudio und ich habe mal ordentlich aufgeräumt in meinem Zimmer. Es war nicht so unordentlich. Es ist nur ein bisschen wenig Stauraum in meinem Zimmer und ich weis nicht wo ich meine ganzen Sachen hintuen sollte. Aber als meine Gastmutter zurückkam hat sie mein Zimmer gesehen und alles war wieder in Ordnung.

Am Nachmittag wurde ich von dem deutschen Austauschschüler Jan mit seiner Gastmutter abgeholt und wir fuhren eine Stunde ca. 23 Kilometer ins Landesinnere. Auf dem Weg hab ich wieder mal richtiges Australienfeeling gespürt. Oberkörperfreie Jungs mit Surfboard auf dem Autodach fuhren
an uns vorbei und man konnte den Regenwald im Hintergrund sehen. Wir fuhren ganz schön weit hinein in den Wald. Diesen konnte man über ein paar Hügel bis zum Horizont sehen. Bei den sogenannten „Springbrook Waterfalls“ angekommen, war es angenehm kühler als sonst. Wir gingen einen Pfad entlang. Mitten im Australischen Regenwald. Umgeben von unwirklich gewachsenen Bäumen und Lianen, neben Wasserfällen und Waldgeräuschen. Es hat sich wirklich cool angefühlt jetzt mitten in der grünen „Weite“ zu stehen. Wir gingen durch kurze Höhlen an Wasserfällen vorbei und haben in den Bäumen und am Boden nach Tieren gesucht. Ich habe schöne Vogelstimmen gehört, die ich so noch nie gehört habe. Wir haben viele coole Fotos gemacht. Nach einer Zeit im wunderschönen und schwer zu beschreibenden Wald sind wir 10 Minuten weiter zu einem
großen Bach bzw. schwachen Fluss gefahren, der aus dem Regenwald führt. Jans Gastmutter hat gemeint, dass dieses Wasser sehr kühl sei und
wir wollten so gerne da rein springen. Die vielen Schilder ignorierend,
die das Schwimmen verbieten, sind wir ins wirklich kühle und sehr trübe Wasser gesprungen. Das war mal schön. Nach so einer langen Zeit in der erdrückenden Hitze mal wieder Kälte auf der Haut zu spüren. Wir waren alleine im Wasser. Mitten im Urwald. 20 Kilometer von der Küste entfernt. Es war ein bisschen komisch dort zu schwimmen. Es war aber sehr schön umgeben von den großen
grünen Bäumen. Ich habe mir das grusselige Zenario ausgemalt, dass jetzt irgendwo aus der Trübheit ein Krokodil oder so etwas auftaucht. Das war nicht so schön, vor Allem weil wir vorher die ganzen Schilder gesehen haben. Naja... Nichts geht über so ein angenehm kühles Wasser. Ich habe keine Ahnung warum das Wasser so kühl war. Wir sind nach diesem Schwimm dann gemütlich nach Hause an die bewohnte Küste gefahren.
Ich kam dann ungefähr um 7 an. Da meine Gasteltern bei Freunden waren hab ich mir ein gutes Abendessen gemacht und Musik gehört.
Das war ein unglaublich aufregendes Wochenende! Ich habe jetzt schon so tolle Eindrücke erlebt. Ich bin sehr, sehr glücklich...

Eine weitere Schulwoche steht an.

Wir hören uns

Hooroo, Euer Lukas


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